Sommer 2019 – Slowenien – Tag 8-9

Die Sachen gepackt und weiter geht’s Richtung Österreich. Wie sollte es auch anders sein, unsere Mautbox ging nicht an kein Mux, nicht mal ein müdes Flackern. Eigentlich wollten wir ja auch gar nicht so viel Mautstrecke fahren, aber da Österreich seit Neustem die Nebenstraßen am Wochenende sperrt, mußten wir stellenweise die Mautabschnitte fahren.
Nach etwas nervöser Hin und Her Fahrerei auf mautpflichtigen Straßen in Linz haben wir dann eine neue GoBox bekommen und hoffentlich die richtige Strecke nachgelöst.

Einmal sind wir ca 1 Std. eine wunderschöne Landstraße gefahren und kurz vorm Ziel war die Straße durch die Feuerwehr gesperrt. Laut Aussage des freundlichen Feuerwehrmannes sollte sich das für den Rest des Tages auch nicht mehr ändern. Und zack, ist man wieder auf superschmalen Nebenstraßen unterwegs und freut sich insgeheim über die schöne Umgebung, die man sonst nie so gesehen hätte. Und natürlich über das große schwere Auto, da die meisten PKWs bei dem Anblick doch recht “vernünftig” reagieren.

Nächstes Ziel sollte, wie auch letztes Jahr, der Schauphof in Flachauwinkl sein. Die freundliche Hüttenatmosphäre sowie das leckere Essen wollten wir gerne mitnehmen. Nach leckerem Schnitzelessen und einem entspannten Abend wurden wir am nächsten Morgen von Kuh- und Traktorgeräuschen geweckt, so muss das sein.

Das Frühstück stand schon für uns bereit, als wir aus dem Bus gekrochen sind. So konnten wir für unsere Verhältnisse früh wieder auf der Piste Richtung Slowenien sein. Trotzdem waren wir das letzte „Wohnmobil“ welches vom Parkplatz fuhr. Dafür das Schönste 😉

No Images found.

Sommer 2019 – Slowenien – Tag 6-7

…aber wir wollen ja weiter Richtung Slowenien und die Zeit verfliegt viel zu schnell. Weiter südlich sind die Landstraßen besser und das Fahren angenehmer. Dicht vor der österreichischen Grenze am Lipno Stausee der Moldau finden wir unser nächstes Plätzchen, an dem ich jetzt sitze und die Muße finde, die letzten Tage niederzuschreiben.

Kemp Villa Bohemia, hat einiges zu bieten – kostete aber, für tschechische Verhältnisse, ein kleines Vermögen. Trotzdem haben wir uns entschlossen, 2 Nächte zu bleiben. Als wir ankamen, durften wir uns auf einer leeren Wiese einen Platz aussuchen, wenig später wurde es voller. Gegensätzlicher konnten unsere Nachbarn nicht sein.

Zur rechten parkten 2 „Luxus“-Wohnwagen mit äußerst linientreuer Besatzung – nächtliche Gespräche unterstrichen leider unsere Vermutung…

Links von uns ist ein wunderschön restaurierter Setra S80 gelandet. Nach kurzer „Begutachtung“ des riesengroßen Busses und Small Talk mit dem stolzen Besitzer musste der Herr abends das Netz befragen…hier weitere Infos zu diesem schönen Bus .

Am zweiten Abend haben wir uns SUP Boards geliehen und sind zum Sonnenuntergang ein wenig das Seeufer entlang gefahren.

Sommer 2019 – Slowenien – Tag 1-5

Die Sommerferien 2019 sind da und die letzten 3 Wochen gehören UNS. Es kann losgehen! Ein Fahrradträger und neue Gepäckträger mit Dachbox sind montiert.  

Bis zur Abfahrt änderte sich unsere Route fast täglich. Ursprünglich sollte es nach England bzw. Schottland gehen, dann Schweden…. Aber Söhnchen wollte in wärmere Gefilde. Also wohin? Italien? Frankreich? Spanien? Wieder Kroatien? Zu voll! Zu heiß! Zu weit! …. Irgendwas ist immer.

Neues Ziel: Slowenien über die sächsische Schweiz, Tschechien (nicht Tschechei, wie ich als Ostkind sage) und Österreich. Gemütlich und mit wenig Mautstrecke.

Die ersten 5 Tage:

Die sächsische Schweiz war sehr überfüllt und wir bekamen nirgends einen Platz beim Camping. Da es noch einigen anderen so ging, traf man sich auf kostenfreien Wanderparkplätzen zum nächtigen. Am nächsten Morgen sind wir zur Kleinsteinhöhle gewandert. Von dort hat man einen tollen Ausblick über den Nationalpark „Sächsische Schweiz“.

Eigentlich wollten wir noch etwas bleiben, allerdings lieber mit Campingplatz. Auf der deutschen Seite war nicht viel zu machen. Also verlagerten wir die Suche auf die tschechische Seite. Hier war es um einiges leerer und die Suche hatte ein schnelles Ende. Ohne Maut und mit LKW-Navi erreichten wir einen sehr einfachen Campingplatz in Píšťany, direkt an einem Ausläufer der Elbe. Eine kleine grüne Oase inmitten des Dörfchens. Hier wurde dann endlich der Bus mit diversen Gemälden dekoriert. Entspannung macht sich breit.

Am nächsten Tag ging es ohne Maut weiter Richtung Süden. Viele gesperrte Straßen, niedrige Brücken oder sehr schmale Landstraßen kosteten uns ein bisschen Zeit, aber wir haben unser Tagesziel erreicht. Ein kleiner gemütlicher, von Niederländern betriebener, Campingplatz in Plíškovice.

Wir wurden herzlich aufgenommen und die vielen Kinder, unterschiedlichster Herkunft, trafen sich am Abend am Trampolin vor unserem Bus zum Spielen. Für eine Nacht ein schöner Platz, bei längerem Aufenthalt würde ich etwas weiter hinten Parken;) Insgesamt ein sehr gemütlicher Ort mit netten Gastgebern.

« 1 von 2 »

Kroatien 2018 – Tag 16 – Bleilochtalsperre – wieder zu Hause

Morgens, kurz vor 8, hat mich irgendetwas geweckt und ich begebe mich, in der Hoffnung irgendwo Kaffee zu finden, auf einen kleinen Spaziergang. Kaffee habe ich nicht gefunden, aber eine gemütlich aussehende Bank mit der Aufschrift „Kassierer“. Hier durfte ich noch ca. 10 Minuten Ruhe genießen, bis jemand 15 Meter weiter begonnen hat, mit einer Motorsense zu werkeln. Plötzlich stand dann ein Auto neben mir und ich wurde gefragt, ob ich schon etwas eingenommen hätte, oder ob ich nur auf den „Kassierer“ warten würde. Er wollte dann 10€ für eine 24h Parkkarte von mir. Irgendwie habe ich mich über die 10€ gefreut – im Vergleich zu den Preisen in Kroatien ein Schnäppchen … dann rücken auch schon die ersten LKW mit riesigen Blechrollen zur Wegbefestigung auf dem Festivalgeländes an.

Jetzt sind auch alle anderen aufgewacht und wir sind Richtung Schleiz gefahren, um noch ein paar Lebensmittel für den Tag zu organisieren.

Die Sperrmauer der Bleilochtalsperre haben wir uns auf dem Rückweg angesehen. Hier wird die Saale zum größten Stausee (bez. auf das Volumen) Deutschlands gestaut. Ich finde Staumauern immer wieder imposant, ein Besuch lohnt sich.

Zurück am Strand des Sees haben wir unser Lager dann etwas weiter weg vom Baugetöse aufgeschlagen.

Wie wir am Abend vom „Kassierer“ “erfahren” haben, hatten wir die ganze „Platzordnung“ zerstört. Wir seien die Ersten gewesen, die „quer“ zum See standen und das hätten uns alle anderen dann nach gemacht. Und schon war das ganze System zerstört 🙂

Er hat’s aber mit einem Lächeln gesagt und wir wollten sowieso gegen Abend weiter, da neben den Festivalvorbereitungen leider Blaualgen im See waren. Abends zum Sonnenuntergang geht’s weiter nach Berlin gefahren.

Ragnar hat die ganze Familie wieder mal ohne ernste Zwischenfälle über 3000 Km sicher transportiert und behaust.

« 1 von 2 »